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Neustart im Chorkreis Altmark

So beginnt ein altes Gruppenspiel, das solange gespielt wird, bis nur ein Spieler übrig bleibt und als Sieger aus dem Spiel hervorgeht. Im Chorkreis Altmark blieb bei der Suche nach dem Hut im Jahre 2015 nur Heiko Klähn über, obwohl er gar nicht mehr im Vorstand „mitspielen“ wollte. Unter den 500 Sängerinnen und Sängern fand sich niemand, der den Vorsitz oder andere Aufgaben im Vorstand übernehmen wollte. Fünf Jahre lang rettete Heiko den Chorkreis vor dem Zerfall, doch dann gab er auf. Eine Mitgliederversammlung, einberufen vom Chorverband Sachsen-Anhalt im Februar, war sehr gut besucht, aber die Suche nach dem Hut war ergebnislos. Als Alternative standen zur Debatte: Anschluss an den Chorkreis Heide-Drömling (wenn der uns will?) Anschluss an den Chorverband Niedersachsen-Bremen (Flucht in den Westen?) Verwaltung durch die Geschäftsstelle des Landesverbandes. Die Entscheidung fiel sehr deutlich zugunsten der 3. Variante aus, wobei unser Präsident Reiner Schomburg darauf bestand, dass mindestens ein Vertreter aus der Region im Vorstand mitwirkt.


Die Wahlversammlung in Salzwedel bot dann eine faustdicke Überraschung. Für die Aufgaben - Chorkreisvorsitzende - Kreischorleiter - Kassenprüfer fanden sich Kandidaten aus den Mitgliedschören, so dass lediglich die Aufgaben des stellvertretenden Vorsitzenden und des Schatzmeisters aus dem Präsidium des Landesverbandes besetzt wurden. Dr. Johanne Fischer wagte die Kandidatur vor dem Hintergrund, auf die Erfahrungen der Vorstandskollegen und der Geschäftsstelle des Landesverbandes zurückgreifen zu können. Ihr Fokus liegt auf der besseren Vernetzung der Chöre, denn gerade in der gegenwärtigen Zeit der Kontaktbeschränkungen vermissen die Sängerinnen und Sänger nichts mehr als die Gemeinschaft. Jens Peuker, der zwei Chöre und ein Orchester leitet, will den Chorkreis wieder zu gemeinsamen Höhepunkten führen. Und Mario Klähn wird sorgsam die vom Schatzmeister verwalteten Finanzen im Blick behalten.


Schon im nächsten Jahr wird der Vorstand neu gewählt. Dann wird sich zeigen, ob die neuen Besen gut gekehrt haben und noch der eine oder andere aus dem Altmarkkreis hinzukommt beim Spiel Schraps hat den Hut verloren …

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