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Virtuelles Treffen des Chorkreises Altmark am 19. April 2021

Aktualisiert: 8. Aug. 2021

Aufzeichnung Anwesend Vorstand: Dr. Johanne Fischer (Vorsitzende), Reiner Schomburg (Stellvertretender Vorsitzender) und Rainer Kruse (Schatzmeister) Anwesend Vertreter der Chöre: Männerchor Seehausen/Altmark 1856 e.V. (Volker Klose), Frauenchor Salzwedel e.V. (Rita Schliekau), Eichstedter Chor (Isolde Teuber), Gemischter Chor Werben (Gudrun Hallmann), Männerchor Harmonie Salzwedel e.V.(Wolfgang Liesener), Männerchor Beetzendorf e.V. (Thomas Pelczarski), Frauenchor Chüttlitz 1986 (Renate Schmidt), Frauenchor Arendsee (Jutta Kurzer).


Tagesordnung


  1. Einleitung

  2. Finanzielle Situation des Chorkreises

  3. Planung 2021-2022

  4. Notfallhilfe


1. Einleitung

Der Vorstand des Chorkreises Altmark hat dieses Treffen einberufen, um zu schauen, wie die Stimmung so ist und Vorschläge zu hören, wie es im Chorkreis Altmark weitergehen soll, sobald die Pandemie ein Singen wieder erlaubt. In der langen Zeit seit Ausbruch der Pandemie hat zwar das Chorleben weitgehend brach gelegen, aber die festen Ausgaben der Chorverbände und der Chöre für Gehälter, Mieten, Versicherungen und vieles mehr, haben leider keine Pause eingelegt. Einige Chorvorstände haben gebeten, die Mitgliedsbeiträge an den Chorverband in diesem Jahr zu mindern, um die finanziellen Einbrüche durch den Ausfall von regulären Konzerten und anderen geldbringenden Aktivitäten teilweise zu kompensieren. Johanne Fischer betonte in ihrer Willkommensrede, dass der Chorkreis Altmark demokratisch, transparent und solidarisch handelt. Wir alle bringen gerade Opfer während der schwierigen Pandemiesituation, wollen aber auch gerne helfen, dass alle Chöre im Chorverband bleiben können. Außerdem ist wichtig, dass wir auch finanzielle Mittel für die Unterstützung der Arbeit der Chöre und für gemeinsame Aktivitäten nach Corona verfügbar haben. Die folgenden Punkte wurden während der ZOOM-Sitzung angesprochen: 1. Finanzielle Situation des Chorkreises 2. Planung 2021-2022 3. Notfallhilfe


2. Finanzielle Situation des Chorkreises

Rainer Kruse erläuterte die finanzielle Situation des Chorkreises (siehe Anhang). Am Ende von 2020 war ein Überschuss von 594€ zu verzeichnen (Einnahmen versus Ausgaben in 2020) und der Chorkreis hatte im Dezember 4.943€ auf dem Konto. In 2021 werden 5.193€ an Einnahmen durch Mitgliederbeiträge erwartet, von denen 4.589€ an den Landesverband weitergeleitet werden zur Deckung von Beiträgen und Personalkosten. Weitere 250€ sind als Ausgaben für Werbung (Webseiten usw.) und notwendige Fahrtkosten des Vorstands vorgesehen. Für 2021 ist also ein Endkontostand von etwa 5.297€ zu erwarten. Wie Rainer Kruse betonte, müssen die Mitgliederbeiträge durch ein entsprechendes finanzielles Polster des Chorkreises abgedeckt sein, d.h. wir müssen eine adäquate Reserve in unserem Konto gewährleisten. Somit schlägt der Vorstand vor, 1500€ für eine Unterstützung der Chöre bereitzustellen. Der Schatzmeister wies auch darauf hin, dass der Stichtag für die Beitragsermittlung der 30. April 2021 sei. Etwaige Änderungen der Mitgliederdaten müssten also vor diesem Termin stattfinden, um für die Beiträge berücksichtigt zu werden.

3. Planung 2021-2022.

Unter diesem Punkt wurde überlegt, welche Aktivitäten und Konzerte wir gerne auf die Beine stellen würden, sobald die Pandemie einen Neubeginn des Chorlebens in der Altmark zulässt. Vorschläge für Veranstaltungen des Chorkreises Altmark: Vermehrtes Treffen der Chöre: Wäre wünschenswert nach der Pandemie. Vorschläge erbeten.

  • Chortreffen der Altmark 2022: Es wird vorgeschlagen, dieses für den Tag des Denkmals anzusetzen, das ist der 11. September 2022. Wir erbitten Vorschläge zu möglichen Veranstaltungsorten (historische Gebäude)

  • Chorkreistreffen: musste wegen der Pandemie Corona verschoben werden. Wir planen jetzt für Juli oder August in Stendal, abhängig von Coronasituation. Der genaue Termin wird rechtzeitig mit den Chören abgestimmt.

  • Weitere Schwerpunkte: Mitgliederwerbung, Lobby- und Medienarbeit. Im Prinzip begrüßten die Anwesenden die Vorschläge des Chorkreisvorstands, insbesondere ein Chorkreistreffen im September 2022. Der Termin hat Vorteile, z.B. fällt er auf den Tag des Denkmals, er ist zeitlich nicht zu nah an anderen wichtigen Terminen des Chorverbandes und er erlaubt eine genügend lange Vorbereitungszeit. Andererseits pflegen viele Chöre im August eine Sommerpause einzuhalten und dies könnte die Vorbereitungen für einen Auftritt im September erschweren. Daher bitten wir die an einem Altmark-Chortreffen interessierten Chöre, sobald dies geht, wegen des Termins ein Stimmungsbild unter ihren Mitgliedern zu erstellen und wegen der Örtlichkeit Vorschläge zu unterbreiten. Der Vorstand wird demnächst eine entsprechende Email losschicken.

Es wurde vorgeschlagen, der Chorkreis Altmark möge in Erwägung ziehen, Chöre bei der Teilnahme an den wichtigen Chorfesten des Landes zu unterstützen. Die bisher bekannten Termine sind weiter unten aufgeführt. Viele äußerten, dass es Ihnen wegen der Pandemiesituation gerade sehr schwerfalle, sich auf die noch ungewissen Planungen einzulassen. Der Vorstand fühlte sich dennoch bestärkt, ein persönliches Chorkreistreffen für Juli oder August 2021 zu planen, in der Hoffnung, dass die Corona-Lage dieses dann auch zulässt. In diesem Zusammenhang wurde festgestellt, dass sich die Arbeit des Chorkreises nach längerem Stillstand noch in der Entwicklung befindet und dass es eigentlich erst nach der Pandemiepause wirklich losgehen kann. Dabei kam auch die Frage nach dem Zusammenhalt der Chöre auf und es wurde festgestellt, dass viele der Chöre sich über soziale Medien, wie WhatsApp, vernetzen und es auch weiterhin zu persönlichen Treffen mit Einzelpersonen kommt. Einige Chorleiter spielen Stimmen für ihre Chöre ein und schicken diese über soziale Medien, so dass Interessierte schon mal üben können. Rainer Kruse stellte kurz zwei Apps für Tablets vor, die das Chorsingen erleichtern können: Mobile Sheets und Capella Reader. Außerdem demonstrierte er, wie sich eine Notenmappe als Tablethalter umbauen lässt und versprach, seine Tipps für unsere Webseite schriftlich zu erläutern. Auch wenn die Kommunikation innerhalb der Chöre situationsbedingt leidet, so ist der Eindruck doch eher, dass die Sänger es kaum erwarten können, dass es wieder losgeht und bisher kaum Austritte zu verzeichnen sind. Reiner Schomburg berichtete, dass der Landesvorstand gerade ein Newsletter für Chorvorsitzende vorbereite, um den Wiederbeginn der Chorarbeit zu unterstützen und Optimismus zu verbreiten. Die Zahlungsmoral hat – soweit das aus den Kommentaren ersichtlich war - auch nicht abgenommen, ebenfalls ein gutes Zeichen, dass wir wirklich nur von einer Chorpause und nicht von einem Chorniedergang sprechen sollten. Mit fortschreitender Impfung rückt auch das Chorsingen näher und die Chöre sollten, sobald es nur irgendwie geht, wieder loslegen, auch wenn sie nur teilweise besetzt sind. Eigentlich sollte nichts dagegensprechen, dass sich geimpfte Sänger wieder ganz normal zum gemeinsamen Musizieren treffen können (vermutlich wird sich dies in den nächsten Wochen auch politisch klären). Es wurde erwähnt, dass die lange Singpause zu vermutlich zu „eingerosteten“ Stimmen geführt hat und daher die Chöre vermehrt Zeit für die Vorbereitung von Konzerten (Weihnachten) 2021 einplanen sollten. Bezüglich der Mitgliederwerbung und Lobbyarbeit wurde das Rudelsingen bzw. offene Singen auf Plätzen erwähnt. Dieses ist sehr zu begrüßen, da es auch Menschen, die keinem Chor angehören, zum Singen animiert und es lokal relativ spontan stattfinden kann. In diesem Zusammenhang ist das offene Singen am 3. Oktober zu erwähnen, das letztes Jahr großen Zuspruch fand und für 2022 ebenfalls wieder geplant ist (siehe https://3oktober.org). Weiterhin bot sich Johanne Fischer an, auf Anfrage Veranstaltungen der Chöre in die Onlinekalender des Landkreises und Stendal einzutragen. Bestehende Termine: 2021 10.07: 30 Jahre Chorkreis Askanien 23.09: Chor.com in Hannover 05.-06.06: Chorverbandstag DCV 19.-21.11: Deutsches Musiktreffen 60plus in Bad Kissingen 03.10: Offenes Singen auf Marktplätzen (Deutschland singt) 09.10: Chorverbandstag Sachsen-Anhalt 2022 19.-22.05: Internationales Chorfest „Sine musica nulla vita“ in Egeln 26.-29.05.: Deutsches Chorfest in Leipzig 17.-19.05.: sechstes Landes-Chorfest Sachsen-Anhalt in Weißenfels 26.-29.09: Chorfest Magdeburg – internationaler Chorwettbewerb 03.10: Offenes Singen auf Marktplätzen (Deutschland singt)


4. Notfallhilfe.

Einige Chöre sind an den Vorstand herangetreten mit der Bitte um Unterstützung, da sie durch fortbestehende feste Ausgaben und fehlende Konzerteinnahmen unverschuldet in eine finanzielle Notlage geraten sind. Der Vorstand schlägt vor, diesen Chören die Hand zu reichen, sei es durch Stundung der Mitgliederbeiträge (oder eines Teils davon) oder durch eine vertretbare finanzielle Unterstützung. Es ist uns wichtig, dass wir jetzt keine Mitglieder verlieren und alle zusammenhalten. In diesem Zusammenhang wollen wir den Chören nicht vorenthalten, dass Reiner Schomburg als Präsident des Landesverbandes die Initiative ergriffen hat, den Kultusminister, Herrn Robra, anzuschreiben und um dieselben Coronazuwendungen zu bitten, wie sie derzeit die Sportvereine erhalten. Die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung hat daraufhin geantwortet und um eine Bedarfsmeldung gebeten, die auch prompt erledigt wurde. Bei Erfolg wird dann im Präsidium geschaut, wie diese Gelder im Einzelnen verwendet werden könnten, um das Chorsingen in Sachsen-Anhalt bestmöglich zu fördern. Eine Senkung der Mitgliederbeiträge wäre satzungswidrig, geht also nicht, aber andere Unterstützungen der Chöre, wie die vom Chorkreis Altmark angedachten Hilfen, wären denkbar. Rainer Kruse ergänzte, dass der Landesmusikrat eine ähnliche Initiative ergriffen hat und somit die Idee einer Vereinsförderung in Coronazeiten auf verschiedenen Ebenen läuft. Er rechnet damit, dass falls eine solche Förderung zustande kommt, diese noch vor den Landtagswahlen am 6. Juni ausgeschüttet würde. Unabhängig von eventuellen Staatshilfen, geht es nun darum, ob und wie der Chorkreis Altmark notleidenden Chören unter die Arme greifen könnte. Konkret wird vorgeschlagen, dass notleidende Chöre sich bis zum 30. Juni 2021 beim Vorstand melden und ihre Situation schildern. Der Vorstand erwägt dann, ob eine Stundung oder eine andere Unterstützung in Frage kommt und wenn ja, in welcher Höhe dem Chor gedient wäre. Dabei ist auch die Nachhaltigkeit der Hilfe zu berücksichtigen, d.h. der Chor muss gute Aussichten haben längerfristig zu bestehen. Für die Unterstützung werden maximal 1500€ - das ist der Betrag, der bereits 2020 für eine Förderung der Altmarkchöre eingeplant wurde – bereitgestellt. Jegliche Verwendung der Mittel wird transparent mitgeteilt und begründet. Unter den Teilnehmer gab es Zustimmung für diesen Plan, auch wenn diejenigen, die sich zu Wort meldeten, keinen Bedarf haben. Das Solidaritätsprinzip wurde unter Anerkennung der unterschiedlichen Situation der Chöre begrüßt und eine gleichmäßige Verteilung nach dem Gießkannenprinzip nicht unterstützt mit dem Hinweis, dass dann jedes Chormitglied dann am Ende monatlich nur 0,25€ mehr in der Tasche hätte. Wichtig sei der langfristige Bestand der Chöre. Johanne Fischer betonte, dass die Versammlung nicht beschlussfähig war, dass also nicht abgestimmt werden konnte, aber dass ein Meinungsbild der Anwesenden erstellt werden konnte. Sie fasste zusammen, dass der Vorstand sich durch das Feedback ermutigt fühlt, mit der vorgeschlagenen Handlungsweise weiterzumachen und zeitnah berichten wird. Ein Fazit war auch, dass das ZOOM-Format sich dafür eignet, die Chöre gelegentlich um Rat und Meinung zu befragen, ohne dass lange Anfahrten anfallen. Für wichtige Abstimmungen sind aber persönliche treffen nach wie vor vorzuziehen.

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